Potential

Der externe Strombezug ist auf Kläranlagen einer der größten Kostenfaktoren. Bundesweit gibt es die unterschiedlichsten Konzepte, um den steigenden Energiepreisen und damit den wachsenden Kosten entgegenzutreten. Mit dem Arbeitsblatt A-216 „Energiecheck und Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ ist im Dezember 2015 ein einheitliches Instrument zur Bewertung des Energieverbrauchs von Kläranlagen erschienen. Auf Basis dieses Regelwerkes lässt sich für jede Kläranlage ein individueller Idealwert für den Energieverbrauch ermitteln. Hierbei werden kläranlagenspezifische Rahmenbedingungen wie Zulauffracht und -zusammensetzung, genehmigungsrechtliche und bauliche Voraussetzungen der Kläranlage sowie Automatisierungsgrad und Betriebsweise berücksichtigt.

Die GELSENWASSER AG, die Stadtentwässerung Dresden GmbH und die hanseWasser Bremen GmbH gehen die verfahrenstechnische und energetische Analyse von Kläranlagen mit einem gemeinsamen Instrument an: ZAKEN – die zeiteffiziente Analyse von Kläranlagen mit integrierter Energieanalyse. Unterstützt durch die dynamische Simulation mit SIMBA® wurde ein Werkzeug entwickelt, das eine Gesamtanalyse der Kläranlage in kurzer Zeit ermöglicht. ZAKEN wird heute zur Energieanalyse der eigenen Kläranlagen eingesetzt und zusätzlich als Dienstleistungsprodukt deutschlandweit vertrieben. Abbildung 1 zeigt das Potential von Referenzkläranlagen, die mit ZAKEN analysiert wurden. Das Potential der Anlagen wurde in Sofort (S)-, kurzfristige (K) und abhängige (A) Maßnahmen untergliedert. Mit Sofort- und kurzfristigen Maßnahmen lassen sich bei den untersuchten Anlagen im Mittel bereits 67% des umsetzbaren Potentials heben, das entspricht 21% des gesamten Energiebedarfs dieser Kläranlagen.

Abbildung 1: Potential von Referenzkläranlagen gemäß DWA A-216 (Radtke, 2016)

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der energetischen Optimierung Ihrer Anlage und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr ZAKEN Team